Durch den Thread auf Schwarzes Hamburg kam ich auf den Gedanken, mir mal die Online Seiten der bekanntesten Print Medien der Szene anszuschauen. Dazu gehören z.B. Sonic Seducer, Orkus und Zillo.
Obwohl ich eigentlich nur surfen wollte, wurde mir die Parallelität der zwischen Werbung und Inhalt bei den Zeitschriften und ihren Webauftritten nur allzuschnell bewußt. Ich will hier gar nicht über den allgemeinen Inhalt der Webseiten reden oder urteilen, es kann durchaus eine Menge an Informationen zu finden sein. Mir geht es nur darum, mal zu sehen, was die Auftritte auf ihrer Startseite haben. Der erste Eindruck zählt…
[flickr-gallery mode="search" text="zillo" tag_mode="all" license="1,2,3,4,5,6,7" per_page="6" sort="interestingness-desc"]
Ich begann mit der Orkus Webseite und bevor ich überhaupt Inhalt sah, hab ich mich schon schwarz geärgert. Zuerst ein Popup mit Werbung der Commerzbank, dann ein Layer Popup von irgendwelchem Telekom Kram. Ich durfte also direkt erstmal zwei Fenster schließen, bevor ich überhaupt in den Genuß kam, mir die Orkus Seite ansehen zu können. Alleine auf der Startseite, konnte ich nur Werbung anderer Unternehmen oder Anpreisungen der tollsten Sinnlosdinge aus dem hauseigenen Shop erkennen.
Beim Sonic Seducer wurde ich immerhin ohne Popups geprüft, aber alleine im Header sind drei Werbebanner geschaltet, bevor man überhaupt Inhalt sieht. Insgesamt lachen und blinken einem sechs Werbebanner auf der Startseite entgegen (eines davon aber Eigenwerbung). Neben szenennaher Werbung wird man auch gerne mal über neue Kochzeitschriften und und MP3 Downloadportale informiert. Bei all dem Gelblinke sind die ab und zu mal eingeblendeten Google anzeigen eine Wohltat für die Augen. Des weiteren lädt die Seite andauernd neu, was in einem wiederholt wechselnden Titel resultiert (Wechsel zwischen “Sonic Seducer Musikmagazin” und “Laden…”). Enstpannt auch nicht gerade. Die Javascript Fehler auf der Seite verhindern immerhin ein Popup. Ob es ein Werbepopup ist, weiß ich nicht.
Die Startseite des Zillo besteht meines Erachtens nach nur aus Fremd- oder Eigenwerbung. Vielmehr gibs dazu nicht zu sagen.
Eine positive Überraschung war das Gothic magazine for underground and culture. Ein Banner, nein kein Banner ein animiertes GIF, nicht klickbar für eine Zeitschrift. Ansonsten kein Geblinke. Auf der Startseite bekommt man Informationen über das aktuelle und vorangegangene Hefte. Durchaus nachvollziehbar.
Astan Magazin – keine Werbung. Erstaunlich.
Mir scheint, als sei eine Proportionalität der Werbemengen anzunehmen. Mein Fazit: Man braucht heutzutage weder die Zeitschriften in denen immer wieder nur er das gleiche steht, noch deren Online Abklatsch. Außnahmen machen die Regel, oder wie war das?
PS: Nichts gegen Werbung. Hier ist ja auch welche. Aber das Verhältnis sollte schon stimmen. Und epileptische Anfälle aufgrund von Werbebanner sollten vermieden werden. Ansonsten brauchen wir bald Warnhinweise, wie in den Computerspielehandbüchern.

Die Einnahmen die die Zeitschriften verlieren,w eil sie zu viel Werbung und nichtssagenden Inhalt drin haben, verlieren, versuchen sie halt über die Werbeeinnahmen auf den Webseiten wieder reinzubekommen.
Wenn man die Kuh schon nicht schlachten kann, dann melkt man sie, bis sie umfällt
Und wenn sie umgefallen ist, dann schleift man sie zu überteuerten Festivals mit schlechter Musik?